{"id":296,"date":"2015-06-29T06:57:32","date_gmt":"2015-06-29T04:57:32","guid":{"rendered":"http:\/\/syntrofos.de\/wb\/?p=296"},"modified":"2019-01-10T13:24:01","modified_gmt":"2019-01-10T11:24:01","slug":"26-bis-28-06-2015-west-glacier-bis-sibby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.syntrofos.de\/?p=296","title":{"rendered":"26. bis 28.06.2015 West Glacier bis Sibby"},"content":{"rendered":"<p> Nachdem ich w\u00e4hrend meines Ruhetages in West Glacier meine Routenf\u00fchrung noch einmal \u00fcberdacht hatte, halte ich mich jetzt im wesentlichen, wie bereits erw\u00e4hnt, an den Northern Tier der Adventure Cycling Association.<\/p>\n<p>Das coole daran ist, dass es dazu auch einen kleinen <a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=KLPIe2Ze3jQ\" target=\"_self\" title=\"\">Film<\/a> auf YouTube gibt, der im Prinzip genau die Route zeigt, die ich in den letzten drei Tagen gefahren bin, wenn auch in umgekehrter Richtung. Nat\u00fcrlich ist der Film ein Werbefilmchen f\u00fcr den ACA, aber vielleicht vermittelt er einen kleinen Eindruck, wo ich gerade unterwegs bin.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: none;\"><a href=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225622835.jpg\" target=\"_blank\" style=\"\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225622835.jpg\" id=\"blogsy-1435554687643.9844\" class=\"alignnone\" width=\"500\" height=\"334\" alt=\"\"><\/a><\/div>\n<p> Jedenfalls macht das Fahren auf den vom ACA vorgeschlagenen Routen um einiges mehr Spa\u00df, als auf den bisher genutzten Routen. Ein nicht ganz vorhergesehener Seiteneffekt ist allerdings, dass ich keine, oder nur noch sehr wenige, Campgrounds zur Verf\u00fcgung habe. Dadurch, dass ich mich eben nicht mehr in touristisch erschlossenen, und das bedeutet hier eben auch vom Verkehr \u00fcberrollten, Gebiet bewege, ist die Infrastruktur etwas eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>In diesen drei Tagen bin ich durch einen einzigen nennenswerten Ort, Eureka MT, gekommen. Aber selbst dort war die Infrastruktur auf einen Supermarkt beschr\u00e4nkt, in dem ich meine Wasservorr\u00e4te auf rekordverd\u00e4chtige 12 Liter aufgestockt hatte, wohlwissend was auf mich zukommt.<\/p>\n<p>Campgrounds mit einer Infrastruktur wie flie\u00dfend Wasser, Duschen oder gar Strom und Internet sind aktuell Fehlanzeige. In den letzten beiden N\u00e4chten habe ich mitten im Wald gecampt. Ok, letzte Nacht war es sowas wie ein Campground, d.h. es stand zumindest ein Plumsklo auf der Wiese. <\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: none;\"><a href=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225623032.jpg\" target=\"_blank\" style=\"\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225623032.jpg\" id=\"blogsy-1435554687674.021\" class=\"alignnone\" width=\"500\" height=\"334\" alt=\"\"><\/a><\/div>\n<p>Das ist ein Bild von meinem Badezimmer vom 26.06. ich hab vorher alle B\u00e4ren vertrieben, aber eine Entenmutter mit ihren K\u00fcken hat es sich nicht nehmen lassen, in der Str\u00f6mung Schwimm\u00fcbungen mit ihren Kleinen zu machen. Der Weg hinunter zum Fluss war nicht einfach zu finden, aber jede Schramme hat sich gelohnt. Vermutlich habe ich aber flu\u00dfabw\u00e4rts den Salzhaushalt des Gew\u00e4ssers auf Jahre hinaus gesch\u00e4digt.<\/p>\n<div class=\"separator\" style=\"clear: both; text-align: none;\"><a href=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225623271.jpg\" target=\"_blank\" style=\"\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/blog.syntrofos.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/wpid-Photo-20150628225623271.jpg\" id=\"blogsy-1435554687627.118\" class=\"alignnone\" width=\"500\" height=\"334\" alt=\"\"><\/a><\/div>\n<p>Das ist ein Bild von meinem Campground am 27.06. der Fleck in der Mitte neben dem Baum war meine Feuerstelle. Die Campingmobile im Hintergrund waren nicht bewohnt. Keine Ahnung wo die Besitzer waren. Die Regel ist, dass man nach Aufstellen eines Camps in den ersten 24 Stunden anwesend sein muss, oder eine Sondererlaubnis vom Ranger hat. Danach kann man sein Camp insgesamt 16 Tage stehen lassen. Zum See war es von da aus noch ein guter Kilometer bergab, aber auch dieser Weg hat sich gelohnt. Nach gut 125 Kilometer in sengender Hitze macht es Freude, ein k\u00fchlendes Bad zu nehmen.<\/p>\n<p>Der Vorteil meiner neuen Route ist allerdings, dass ich z.B. gestern Nachmittag, auf einer Strecke von ca. 50 km, nur 8 Autos und 2 Motorr\u00e4dern begegnet bin. Ich hab extra mitgez\u00e4hlt. Das ist fast ein bisschen einsam.<\/p>\n<p>Ich bewege mich derzeit durch National Forests. In diesen ist das Zelten, und auch das Wohnwagen, \u00fcberall offiziell erlaubt, wenn man sich an ein paar Regeln h\u00e4lt. Die wichtigste ist wohl, keinen M\u00fcll zu hinlassen. Feuer m\u00fcssen komplett gel\u00f6scht werden, bevor man sich entfernt, und s\u00e4mtliches Essen muss b\u00e4rensicher wegger\u00e4umt werden. Das bedeutet entweder in ein Fahrzeug einsperren, oder, in Ermangelung eines Kofferraums, auf einen Baum packen. Mindestens 3 Meter hoch und 1,5 Meter vom Stamm entfernt.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem sind die hier im Moment herrschenden Temperaturen. Z.B. heute Nachmittag herrschten in Libby, wie ich einer elektronischen Anzeige entnehmen konnte, 106 Grad Fahrenheit, das sind gut 41 Grad Celsius. Um 16 Uhr, wohlgemerkt. Risse in der Fahrbahn sind teilweise mit einer schwarzen Masse, ich wei\u00df nicht, ob das Bitumen ist, gef\u00fcllt. Genau das gleiche Zeug, das auch bei uns dazu verwendet wird. Jedenfalls verwandelt sich das Zeug bei den Temperaturen in eine weiche, schleimig schmierige Masse, die in Kurven schon mal daf\u00fcr sorgt, dass eines der R\u00e4der weggeht. Aber daf\u00fcr, sollten die Temperaturen wieder fallen, habe ich auf einigen Kilometern meine Reifenabdr\u00fccke f\u00fcr die Nachwelt hinterlassen.<\/p>\n<p>Aufgrund der extremen Temperaturen habe ich heute bereits gegen 14 Uhr, nach gut 50 Kilometern, Schluss gemacht. Ich konnte einfach nicht mehr genug von dem lauwarmen Wasser in mich reinsch\u00fctten. Ich hoffe die Lage bessert sich in den n\u00e4chsten Tagen.<\/p>\n<p>Jedenfalls werde ich versuchen, in zwei Tagen in Sandpoint ID zu sein. Es sind ungef\u00e4hr noch 150 Kilometer bis dahin, das sollte auch unter den derzeitigen Temperaturen zu machen sein. Dort werde ich dann wieder einen Tag Pause einlegen und meine n\u00e4chsten Tage planen.<\/p>\n<\/p>\n<p>[map gpx=&#8220;wp-content\/uploads\/2015-06-26.gpx&#8220; style=&#8220;width:600px; height:400px&#8220; maptype=&#8220;OSM&#8220;]<\/p>\n<p>[map gpx=&#8220;wp-content\/uploads\/2015-06-27.gpx&#8220; style=&#8220;width:600px; height:400px&#8220; maptype=&#8220;OSM&#8220;]<\/p>\n<p>[map gpx=&#8220;wp-content\/uploads\/2015-06-28.gpx&#8220; style=&#8220;width:600px; height:400px&#8220; maptype=&#8220;OSM&#8220;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich w\u00e4hrend meines Ruhetages in West Glacier meine Routenf\u00fchrung noch einmal \u00fcberdacht hatte, halte ich mich jetzt im wesentlichen, wie bereits erw\u00e4hnt, an den Northern Tier der Adventure Cycling Association. 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