Gestern noch dachte ich, ich nehm mir ein Motel, da kann ich mal richtig ausspannen und wenn ich dann gegen Mittag langsam wieder losfahr, dann brauch ich keinen ganzen Tag Ruhe.
Ich hatte mir vorgenommen, nach drei, maximal vier Tagen einen Tag Pause einzulegen. Den Tipp hab ich mir von diversen anderen Fahrradreisenden abgeschaut.
Heute Morgen aber habe ich gemerkt, dass es gar nicht geht. Die Beine sind schwer wie Blei und auch das Knie ist noch nicht wieder fit. Die ersten beiden Tage der geplanten Route sind auch eher bergauf, also sollte ich schon halbwegs bei Kräften sein.
Ich hab dann meine sieben (gefühlt -tausend) Sachen gepackt und hab mir ca. 8 km den Fraser River runter einen Campground ausgesucht. Da ich auf dem Weg hierher leider keine vernünftige Einkaufsmöglichkeit gefunden habe, insbesondere keinen Liquor Store, bin ich, nachdem ich das Zelt aufgebaut hatte und alles bis auf eine leere Tasche abgeladen hatte, nochmal zurück nach Hope geradelt um mich mit Kartoffeln, Steak und Bier einzudecken. Das wird ein Fest heute Abend. Und die 25 km Fahrstrecke an einem Ruhetag sind ja auch nicht schlecht.
Der Campground ist ziemlich voll. Man wollte mir schon keinen Platz geben, erst als klar wurde dass ich nur ein kleines Zelt habe und alleine bin hatte man ein einsehen und ich konnte bleiben. Ich hab für den Platz 30 $ gezahlt. Also mir wird THE! Campground immer sympathischer.
Jetzt scheint die Sonne, ich sitz mitten im Wald und lass es mir gut gehen.
So geht das! (Das ist ein Zitat. Wer mir sagen kann, warum dieses Zitat in diesem Zusammenhang völlig unangebracht ist, kriegt ein Bier! Kleiner Tipp, der Romantitel hat zwei Worte, eines davon ist eine Zahl und die Geschichte spielt im Dresden von 1945, mehr oder weniger) (Verdammt, ich hoffe die Jahreszahl ist korrekt. Das ist eine Anklage an das Bildungssystem, dass es offensichtlich nicht geschafft hat, mir jüngere deutsche Geschichte beizubringen. Leider hab ich aktuell kein Internet und kann meine Blöse daher nicht kaschieren.)
Ansonsten gibt es nicht so viel zu erzählen. Hier gibt es noch ein Bild von meinem Abendessen, damit der Artikel nicht ganz so fad ist.
Hm. Das war lecker. Ein Hoch auf die Schweden, die es mir erst ermöglicht haben, ein komplettes Mal mitten im Wald zuzubereiten. 3000 Watt Heizleistung sind schon nicht schlecht. Primus sine pares!
Der Knoblauch hilft die Bären fern zu halten. Dazu gab's noch Pellkartoffeln, die haben allerdings nicht so lecker geschmeckt. Sogar eher gar nicht lecker. Vielleicht bin ich da als Oberpfälzer etwas verwöhnt, aber schlechte Kartoffeln gehen gar nicht.
Bitte Leute, helft TTIP zu verhindern. Ich möchte nicht, dass irgendwann einmal ein nicht öffentliches Schiedsgericht beschließt, dass wir diese Kartoffeln immer essen müssen. Danke!
Da ich heute den ganzen Tag Zeit hatte mir Blödsinn einfallen zu lassen, war ich knapp davor noch eine weitere Blogkategorie „Einegsegn in insan Wergldog“ ins Leben zu rufen. Allerdings sind mir jetzt nach dem Essen die ganzen Einfälle abhanden gekommen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit dem erstandenen lokalen Brauereierzeugnis zu kämpfen habe. Nicht falsch verstehen. Das Bier ist eigentlich ganz OK. Allerdings kämpfe ich ganz schön mit dem leeren einer Dose. Ich mein natürlich mit jeder einzelnen.
Ich hab schon überlegt woran es liegen könnte. Zuerst hatte ich den Typ im Verdacht. Lager ist halt nicht so meines. Dann doch den Geschmack. Es ist ein bisschen mild. Ich mag ja eher das Hopfenzeugs. Aber dann hab ich die Ursache des Problems erkannt.
Und ja, Kanada hat das metrische System (Kanada 1 : USA 0). Die Verkehrszeichen sind in Kilometer, nicht in Meilen. In den Geschäften findet man allerdings noch oft LB und OZ oder so Zeugs. Aber auch das metrische System treibt seine Stilblüten. In den Preisauszeichnungen müssen, oder werden zumindest, immer Vergleichswerte angegeben, also sowas wie „das sind dann 9$ pro Kilo“. Im Prinzip eine gute Idee. Immerhin hat nicht jeder sofort den Umrechnungsfaktor von 1/8 LB auf das Kilo parat. Allerdings habe ich dann den Vergleichspreis bei Flaschenwasser gesehen. 0.000985 $/ml. Da ist dann doch wieder solides Kopfrechnen und ein gutes Auge gefragt.
So, 20:00 Uhr. Höchste Zeit vor den Mücken zu fliehen und das Ganze einen Tag zu nennen.
PS: die Seite enthält (außer evtl. 1945) noch einen inhaltlichen Fehler. Wer ihn findet kriegt auch ein Bier. LOL. Das wird hart. Kleiner Tipp. Ich freu mich auf die bei dem Bier startende politische Diskussion. Hoch die Faust!
PS PS: Ich werde ab diesem Artikel auch die Kommentare aktivieren. Es wurde gewünscht.
PS PS PS: Zumindest bei mir kommen die GPX Strecken bei den einzelnen Artikeln irgendwie durcheinander wenn ich mir die Artikel auf der Hauptseite ansehe. Irgendwie sind die Strecken um einen Tag verschoben. Ich hab das dreimal geprüft. Eigentlich ist alles ok. Wenn man allerdings nicht alle Artikel in einer langen Liste, sondern einen einzelnen Artikel betrachtet (Link ist z.b. ganz unten auf der Hauptseite), dann ist alles ok. Ich hab im Moment nur diesen Workaround anzubieten. Aber ihr könnt ja gerne ein Problemticket aufmachen.
ROFL. Den konnt ich mir nicht verkneifen. Ich lieg hier am Boden und krieg mich nicht mehr ein. Sorry.
PS PS PS PS: ich hab's geprüft. 1945 ist doch richtig. Lucky me!





Mich würde doch interessieren was es zum Frühstück gab.
Der Beitrag ist doppelt.
Den Satz ‚So geht das‘, bin ich mir sicher, hast du erklärt und ich war einfach nicht aufmerksam genug. Soll mir eine Lehre sein. Und googlen wäre unfair.
Mehr davon bitte!
IVD
IT’S A MAGICAL WORLD *hobbes* OL’BODDY…
… LET’S GO EXPLORING!
…es passiert, wenn man es am wenigsten ererwartet…